Informationen für Angehörige zum Besuchskonzept im AWO Sozialzentrum Erlangen


1. Vorbemerkung

Grundlage unseres Besuchskonzeptes sind die Handlungsempfehlungen des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege vom 26.06.2020. Es ist das Ergebnis einer Risikobewertung sowie einer ethischen Güter- und Interessensabwägung zwischen Selbstbestimmungsrecht der pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen sowie notwendigen Maßnahmen des Infektionsschutzes. Sie wird bei neuen und relevanten behördlichen Vorgaben angepasst und – entsprechend des aktuellen Infektionsgeschehens – regelmäßig hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit der Einschränkung geprüft.

Für unsere Bewohner*innen ist der persönliche Kontakt zu ihren Angehörigen hinsichtlich ihrer psychischen Stabilität, Lebensqualität und Gesundheit von enormer Bedeutung.

Andererseits gehören die Senior*innen, die wir in unseren Pflegeeinrichtungen versorgen, zu den Hochrisikogruppen, die am stärksten von der Corona-Pandemie bedroht sind. In einer Pflegeeinrichtung ist diese Hochrisikogruppe auf engstem Raum versammelt, was das Gefährdungspotential drastisch erhöht. Mit jeder Lockerung des Besuchsverbotes und der damit steigenden Zahl an Kontaktpersonen nimmt auch das Infektionsrisiko für unsere Bewohner*innen wieder zu.

Nur wenn alle Besucher*innen alle Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und der Händehygiene konsequent einhalten, können wir das Ansteckungsrisiko minimieren und die Sicherheit aller Bewohner*innen unserer Einrichtung maßgeblich erhöhen.


2. Ziel

Mit diesem Informationsblatt wollen wir Sie über unser Schutz- und Hygienekonzept für Besucher*innen aufklären. Mit der Anmeldung zu einem Besuch erklären Sie sich einverstanden, die Bestimmungen vollumfänglich einzuhalten. Dies dient dem Schutz vor Covid19-Infektionen bei Bewohner*innen, Ihnen und unseren Mitarbeiter*innen.


3. Besuchsregeln

Bis auf weiteres gelten in den Einrichtungen des AWO Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken bzw. im AWO Sozialzentrum Erlangen folgende Regelungen:

  • Wenn Sie zum Zeitpunkt des Besuchs respiratorische Symptome (z.B. Atembeschwerden) jeglicher Schwere oder Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen oder ähnliches haben, dürfen Sie die Einrichtung in keinem Fall betreten. Dies gilt auch, wenn Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus („Coronavirus“) infizierten und/oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt haben.
  • Es liegt in Ihrer Verantwortung, die gesetzlichen Bestimmungen und alle Hygienevorschriften während des Aufenthaltes in der Pflegeeinrichtung vollumfänglich einzuhalten.
  • Sie können keine Bewohner*innen besuchen, die aktuell unter Quarantäne stehen.
  • Es ist täglich nur ein Besuch durch eine Person möglich.
  • Es muss eine feste und begrenzte Besuchszeit vereinbart werden. Dazu vergeben wir Termine (s. Punkt 4).
  • Die Wohnbereiche dürfen nur nach Absprache, die Gemeinschaftsräume gar nicht betreten werden.
  • Die Mitarbeiter*innen des Wohnbereichs haben dafür Sorge zu tragen, dass der/die betroffene Bewohner*in zum vereinbarten Termin in der Kontaktzone erscheint.
  • Wir haben folgende Kontaktzone eingerichtet: Raum der Seniorenbegegnungsstätte des AWO Ortsvereins, zu betreten unter der Adresse Büchenbacher Anlage 27a. Der Eingang dazu befindet sich knapp 50 m rechts vom Haupteingang des Sozialzentrums und ist ausgeschildert.
  • Bei einem Besuch müssen Sie sich bei Betreten der Einrichtung anmelden und sich auf der ausliegenden Besucherliste mit Kontaktdaten, Datum, Uhrzeit und Dauer des Besuchs registrieren.
  • Durch Ihre Unterschrift bestätigen Sie, dass Sie frei von respiratorischen Symptomen jeglicher Schwere oder fieberhaften Erkrankungen sind und in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus („Coronavirus“) infizierten und/oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt haben und dass Sie die auf dem Informationsblatt (Anlage der Besucher*innenliste) aufgeführten und aktuell in der Einrichtung geltenden Verhaltens- und Hygieneregeln kennen und während des Aufenthaltes in der Einrichtung strikt befolgen.
  • Als Besucher*innen müssen Sie während Ihres Aufenthaltes durchgängig einen selber mitzubringenden geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen und den Mindestabstand von 1,5 m zu allen anderen Personen einhalten und auf strenge Händehygiene achten.
  • Auch Bewohner*innen tragen während der Besuchszeit einen Mund-Nasen-Schutz, soweit sie ihn tolerieren und es der Gesundheitszustand zulässt. Sollten Bewohner*innen einen Mundschutz nicht tragen können oder wollen, steht in der Kontaktzone als kompensatorische Maßnahme eine mobile Plexiglasscheibe zur Verfügung, die in diesem Fall vor den/die Bewohner*in gestellt werden muss.
  • Vor Betreten und bei Verlassen der Kontaktzone ist eine Händedesinfektion durchzuführen. Desinfektionsmittelspender stehen bereit.
  • Bitte bringen Sie zum Ausfüllen der Besuchsliste einen eigenen Kugelschreiber mit.


4.  Terminvereinbarung für Besuche und Spaziergänge

Für Besuche und Spaziergänge muss eine feste und begrenzte Besuchszeit vereinbart werden. Dazu vergeben wir Termine. Terminvereinbarung ist möglich von
Montag bis Donnerstag von 9:30 bis 12:30 Uhr und 13:30 bis 15:30 Uhr sowie am Freitag von 9:30 bis 13:00 Uhr
unter den Telefonnummern 09131 307 108.
Als Besucher*in des speziellen Pflegebereichs Tennenlohe für Menschen mit schweren cerebralen Schädigungen melden Sie sich bitte direkt im Pflegebereich unter der Telefonnummer 09131-307 226 an. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eingehende Telefonate - bedingt durch den Pflegeprozess - nicht immer sofort entgegen genommen werden können.

 

5. Besuchszeiten

Für die Besuchstermine besteht eine große Nachfrage, gleichzeitig haben wir die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in unserer Einrichtung aufhalten und dass wir uns innerhalb unserer Grenzen der Organisierbarkeit bewegen. Deshalb bitten wir Sie um Verständnis dafür, dass für die Besuche ein begrenztes Zeitfenster von jeweils 25 Minuten zur Verfügung steht. Die Lage der Besuchszeiten orientiert sich an den Personaleinsatzzeiten und berücksichtigt Mittagessenszeit sowie Übergabezeiten. Bis auf weiteres gelten folgende Besuchszeiten:

Montag:        14:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch:     10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr    

Donnerstag  10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr    

Freitag:        14:00 bis 18:00 Uhr    

Samstag:     14:00 bis 16:00 Uhr    

Sonntag:     10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 16:00 Uhr

  • Termine werden zu jeder vollen und halben Stunde vergeben, d.h. die letzten Termine werden jeweils eine halbe Stunde vor Ablauf der jeweiligen Besuchszeit vergeben. 
  • Für Feiertage gelten gesonderte Zeiten.


6. Besuche in der Kontaktzone

Durch die Anordnung der vorhandenen Tische wird sichergestellt, dass der Mindestabstand zwischen den Besucher*innen und unseren Bewohner*innen eingehalten wird.

Die Besuchszone in der Seniorenbegegnungsstätte des AWO Ortsvereins ermöglicht bis zu zwei Besuche gleichzeitig. Die Bewohner*innen und Besucher*innen werden einem von zwei Besuchsbereichen zugewiesen.

Bitte tragen Sie selbst Sorge dafür, dass Sie beim Betreten und Verlassen der Kontaktzone, bei der Benutzung der Sanitäranlagen und innerhalb des Besucherbereichs den Mindestabstand zu anderen Besucher*innen einhalten. Es gibt im Eingangsbereich eine Station zur Händedesinfektion.

Es liegt in der Verantwortung der Besucher*innen, die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Besucher*innen tragen ihren eigenen geeigneten Mund-Nasen-Schutz.

Zum vereinbarten Zeitpunkt treffen Besucher*in und Bewohner*in in der Kontaktzone zusammen. Der Besuch trägt sich in die vorliegende Liste ein, nimmt damit das Informationsblatt zur Kenntnis und bestätigt durch Unterschrift die Symptomfreiheit. Die Bewohner*innen werden heimseitig in die Besuchszone gebracht.

Während der Besuche in der Kontaktzone ist ein/e Mitarbeiter*in der sozialen Betreuung anwesend. Er/Sie erklärt auftretende Fragen, kann bei vorzeitigem Besuchsende die Wohnbereiche informieren und ist für das Lüften des Raumes sowie das Auf- und Zuschließen der Besuchszone und der Besuchertoiletten zuständig.


7. Besuche am Bett

In begründeten Einzelfällen, nur wenn der/die Bewohner*in nicht die Möglichkeit hat, die Kontaktzone aufzusuchen bzw. dorthin gebracht zu werden und für die Bewohner*innen des Wohnbereichs Tennenlohe, sind Besuche nach vorheriger Terminvereinbarung außerhalb der Wochenenden am Bett möglich. Die möglichen Besuchszeiten decken sich mit den o.g. wochentäglichen Besuchszeiten in der Besuchszone.

  • Bei Betreten der Einrichtung muss eine Händedesinfektion durchgeführt und ein geeigneter Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt werden.
  • Sie werden – so Sie sich im Haus nicht auskennen – von Mitarbeitenden zum Bettplatz geleitet. Sind Sie mit dem Haus vertraut, nutzen Sie bitte den kürzesten Weg zum und vom Zimmer Ihrer Angehörigen.
  • Auch im Bewohner*innenzimmer ist der Mindestabstand von mindestens 1,5 m stets einzuhalten.
  • Besuchende und nach Möglichkeit auch besuchte Person tragen kontinuierlich einen Mund-Nasen-Schutz.

 

8. Abholung von Bewohner*innen zu Spaziergängen durch Angehörige oder ehrenamtliche Personen

Sie oder ehrenamtlich tätige Personen können Angehörige unter Einhaltung der bestehenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu begleiteten Spaziergängen abholen.

Organisation der Spaziergänge

  • Die Spaziergänge müssen terminiert werden. Zeiten und Telefonnummern für die Terminvereinbarung mit der Verwaltung sind unter Punkt 4. aufgeführt.
  • Die Zeiten für die Spaziergänge orientieren sich an Punkt 5. Besuchszeiten.
  • Ein Spaziergang sollte in der Regel nicht länger als 45 Minuten dauern.
  • Bitte läuten Sie nicht, sondern rufen Sie bitte im Wohnbereich an, wenn Sie zur vereinbarten Uhrzeit vor dem Haupteingang stehen. Der/die Bewohner/in wird von Pflege- bzw. Betreuungskräften des Wohnbereichs vor den Haupteingang gebracht und dort von Ihnen in Empfang genommen.
  • Sie als Begleitperson betreten die Einrichtung nicht.
  • Bei der Rückkehr bitten wir Sie ebenfalls, nicht zu läuten, sondern direkt im Wohnbereich anzurufen. Ein*e Mitarbeiter*in kommt dann, um Ihren Angehörigen in Empfang zu nehmen.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen für begleitete Spaziergänge

  • Wenn Sie zum Zeitpunkt des geplanten Spaziergangs respiratorische Symptome (z.B. Atembeschwerden) jeglicher Schwere oder Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen oder ähnliches haben, dürfen Sie den Spaziergang auf keinen Fall durchführen. Dies gilt auch, wenn Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus („Coronavirus“) infizierten und/oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt haben.
  • Es liegt in Ihrer Verantwortung, die gesetzlichen Bestimmungen und alle Hygienevorschriften während des Spazierganges vollumfänglich einzuhalten.
  • Mit Bewohner*innen, die aktuell unter Quarantäne stehen, können keine Spaziergänge durchgeführt werden.
  • Die Spaziergänge finden einzeln statt. Gruppenbildung wird ausgeschlossen. 
  • Die Bewohner*innen tragen beim Verlassen des Wohnbereichs einen Mund-Nasen-Schutz, den sie während des Spaziergangs aufbehalten, soweit es der Gesundheitszustand zulässt.
  • Achten Sie bitte darauf, die Hygieneregeln durchgängig einzuhalten (Händedesinfektion, Tragen eines geeigneten MNS, Abstand von mindestens 1,5 m soweit möglich).
  • Während des Spaziergangs soll der Kontakt zu weiteren Personen und enger Kontakt untereinander vermieden werden.
  • Zurückkehrende Bewohner*innen müssen sich beim Betreten der Einrichtung die Hände desinfizieren.


9. Hinweis

Vorsorglich wollen wir Sie darauf hinweisen, dass bei Nichteinhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln ein Verweis aus der Einrichtung ausgesprochen werden kann.

Die Umsetzung dieses Konzeptes sowie aller weiteren Schutz- und Hygienekonzepte erfordert sehr viel Zeit und Engagement seitens unserer Mitarbeitenden. Insofern müssen wir bei dem daraus resultierenden deutlich erhöhten Personaleinsatz darauf bedacht sein, uns im Rahmen des Machbaren zu bewegen.

Vorab besten Dank für Ihr Verständnis sowie die zuverlässige Umsetzung aller Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Enno de Haan
Einrichtungsleitung
Pandemiebeauftragter
 

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