Bauliche Veränderungen leisten wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz im AWO Sozialzentrum Erlangen

Wir haben es alle – auch in diesem Sommer – schon erlebt: Wir müssen mit immer längeren und intensiveren Hitzeperioden zurechtkommen. Forscher*innen warnen: Noch in dieser Dekade wird es zu Hitzeereignissen bisher nicht bekannten Ausmaßes kommen. Verursacht werden diese von einer zunehmenden Klimakrise, an der inzwischen kein*e seriöse*r Wissenschaftler*in mehr zweifelt.
Schätzungen gehen von mehreren Hundert bis mehreren Tausend jährlichen hitzebedingten Todesfällen in Deutschland aus. Vor allem Ältere und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind gefährdet. Und auch für Pflegepersonen nimmt die physische und psychische Belastung bei Hitze stark zu.

Das AWO Sozialzentrum hat drei baulichen Maßnahmen im Innenhof ausgeführt, um einen Beitrag zum Hitzeschutz zu leisten. 

Dachbegrünung als "natürliche Klimaanlage"
Das 350 m² große Flachdach des Speisesaals war bisher mit Blech gedeckt. Bei Sonnenbestrahlung heizte es sich auf und gab über lange Zeit die Wärme wieder an die Umgebung ab. Besonders die darunterliegenden Räume und die darüber liegenden Bewohner*innen-Zimmer wurden stark erwärmt. Durch die nun erfolgte Begrünung mit speziell ausgewählten Pflanzen kommt es zu einer Verbesserung des Mikroklimas und der allgemeinen Klimatisierung. Zusätzlich können sich die Bewohner*innen der oberen Stockwerke an der Pflanzenpracht erfreuen und müssen nicht mehr auf eine graue Fläche schauen.

Sonnensegel über dem AktivPark
Mit den Geräten in unserem AktivPark bieten wir unseren Bewohner*innen eine einfache Möglichkeit, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten. Leider konnte der Platz in der heißen Jahreszeit kaum genutzt werden, da es keinen Schutz vor Sonneneinstrahlung gab. Nun wurde dort ein Sonnensegel mit 55 m² Fläche angebracht. Zusätzlich zum Sonnenschutz trägt es zu einer Reduzierung der Umgebungstemperatur bei. Es freut uns, dass sich unsere Bewohner*innen auch im Sommer dort wieder länger auf- und aktivhalten können!

Neue Bäume spenden Schatten 
Die auffälligste Neuerung ist die Pflanzung von Bäumen. So stehen nun zwei stattliche Japanische Maien-Kirschen und eine Winterlinde zusätzlich in unserem Innenhof. Diese wurden nach bestimmten Kriterien, u.a. der Standorteignung, ausgewählt. Sie sollen durch ihre ausgeprägte Kronenausbildung die Beschattung des Hofes vergrößern. Ergänzend zur Reduzierung der Temperaturen, tragen die Bäume direkt zur Luftfilterung bei, indem sie Feinstaub und CO2 binden. Weiterhin erhöhen sie die Biodiversität und bieten Lebensräume für Insekten und Vögel.

Die genannten Maßnahmen kommen sowohl Bewohner*innen, Besucher*innen und unseren Mitarbeitenden zu Gute. Die Kühlung durch Verschattung und Verdunstung reduziert die gesundheitliche Gefährdung durch Hitze und trägt zur Klimatisierung des Gebäudes bei. 

Das Projekt wurde mit einer Summe von ca. 100.000 € vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Die Politik will mit dieser zweckgebundenen Zuwendung die klimatischen Belastungen für die besonders vulnerable Gruppe der demenzerkrankten und pflegebedürftigen Senior*innen reduzieren. Ein Verweilen im Freien soll, trotz des zunehmenden Klimawandels, ermöglicht werden.

Wir sind froh, dass wir dieses Ziel aufgrund der hohen Fördersumme erreichen können und freuen uns, dass unser Innenhof nun noch attraktiver für alle Nutzer*innen ist!

Frank Steigner
 

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